22.10.13

Silver Peaks



Ein Stich ins Hinterland, wo es so was wie echte Wildnis gibt. Die Route: Flagstaff - Swampy Summit - Swampy Ridge - Sleepy Hollow - Green Ridge - Pulpit Rock. Mountain Biking im Wortsinn. Fahren, Tragen, Fahren, Schieben, Fluchen, Tragen, Fahren, und das letzte Stück ganz ohne Fahrrad. Zurück über Waitati und Leith Saddle. Steil, staubig, schlammig, dornig, windig. Und doch die wahrscheinlich beste MTB-Tour die Dunedin zu bieten hat.

 Swampy Summit, Gipfelplateau mit Doppler-Drehfunkfeuer

 WNW: Pulpit Rock (Vordergrund), Silver Peaks, Rough Ridge, Rock and Pillar Range

"Rückseite" v. Swampy Summit, von der Green Ridge aus gesehen

 Silver Peaks von der Mountain Road, Pulpit der linke von den beiden höchsten.



25.5.13

Kur

Beim Spaziergang auf den Flagstaff heute konnte mans mal wieder schmecken. Das hier ist eine der saubersten Lüfte des Planeten. 

Blick rüber zum Swampy Summit mit schönen Anticrepuscularstrahlen und dem Stillen Ozean im Hintergrund.

19.5.13

Perfektion


Zwei Gestirne auf einer Linie mit meiner Stirn. Perfekt nicht wegen letzterer, sondern wegen der außerirdischen Symmetrie. Antikernschatten über dem Northern Territory. Ringförmige und ultimative partielle Sonnenfinsternis von 97% Tiefe 950km südlich von Darwin, 10.5.13. Geliehene 200mm hinter Eigentumsmylar. Der Tak war gut aber die Brille war besser - rein ästhetisch.

30.11.12

Der Ausgleich

2 Wochen vor und/oder nach einer Sonnenfinsternis ist unweigerlich der Mond dran mit beschattet werden. Das einerseits grandios fair, andererseits interessant, manchmal sehr gut anzusehen, und mitunter auch dermaßen subtil und für Uneingeweihte unspektakulär, dass der Gegensatz zur Totalen Sonnenfinsternis größer nicht sein könnte. Eine Halbschatten-Mondfinsternis. Nach dem Rausch-Erlebnis für Alle hier nun was für echte Fans. 


Aufgenommen in Warrington, Neuseeland am 28.11.12 um 14.38 Zulu (3.38 New Zealand Daylight Saving Time), 6 Minuten nach Maximum Eclipse. Mond zu 91% vom Halbschatten der Erde bedeckt, keine Kernschattenberührung (dieser ist auf 5 Uhr ca. 0,18 Monddurchmesser vom Mondrand entfernt, ziemlich genau im Norden).

16.11.12

Der Schatten

Zu sehen hier auf dem Satellitenbild des Australian Bureau of Meteorology vom 13.12.12 20:30 Zulu, 6:30 Australian Eastern Standard Time. Der Kernschatten war zu dem Zeitpunkt über dem Gulf of Carpentaria im Norden von Australien und 6 Minuten später bei uns (Beobachtungsort markiert).


12.11.12

Die Sache mit dem Schatten

In 36 Stunden kommt er anmarschiert mit 16.000 km/h. 140x500km groß. Und wir stehen mitten in der Schneise. Nach Jahren des Wartens und Monaten des Planens ist endlich wieder soweit und wir können uns mal wieder für 2 Minuten an einem Ort aufhalten wo Tag ist und trotzdem Nacht. Hinterm Mond sich befinden ist für mich ein Privileg, keine Abwertung.
Ob die eine totale Sonnenfinsternis ausmachenden Begleit -erscheinungen wie Sonnenatmosphärenschichten und Himmelsveränderungen zu sehen sein werden ist noch nicht klar, denn die Wetteraussichten sind enervierend durchwachsen. Küste oder Inland, Nord oder Süd - all diese Überlegungen ändern sich mit jedem Rechnungslauf der Wettermodelle.
So oder so - es wird dunkel.
Und: Die Reise hat sich jetzt schon gelohnt. Auch wenn kältere Klimazonen mir angenehmer sind, ist so ein Aufenthalt zwischen den Wendekreisen mal ne ganz neue Erfahrung. Luft, Wasser und alles andere ist einheitlich mit 28-30°C temperiert. Wenn man nicht arbeiten oder fahrradfahren muss kann man das durchaus ne Weile aushalten.
Morgen gehts erstmal zum Riff - wenn die Wellen nicht zu groß werden. Der Südostpassat pustet nämlich mit 30 Knoten und Winddünung offshore ist bis 3m angesagt. Das wird lustich.


21.2.12

Rakiura Stewart Island

Das ging schneller als gedacht: 1 Fährstunde südlich von Bluff (und das ist eigentlich schon ganz unten) eröffnet sich eine Miniausgabe der Südinsel. Alles bissl älter, langsamer, abgelegener. Ein Wochendende reicht schon um gut was zu sehen, aber vorher planen empfiehlt sich. Hauptstadt ist Oban (obwohl Untan passender wäre), von wo es keine Verbindungsstraßen in die anderen Orte der Insel gibt, weil es gibt keine anderen Orte der Insel. Und so ist ab 6km Entfernung von der City der Fuß das einzige landgestützte Fortbewegungsmittel. Ansonsten Luft und Wasser.

Und nebenbei noch was für die maximale Südausdehnung getan. Neuer Stand: 46°55' S.






16.2.12

Der neuseeländische hockende Hummer

oder Munida Gregaria oder rotes Walfutter oder Hummer-Krill liegt ab und zu auf südlichen Stränden rum. Nach ner Weile ist er entweder ins Wasser zurückgekrabbelt oder fängt an zu stinken, je nach Gemengelage. Und Mengen gibts davon große. Das erklärt die ganzen satten Wale hier.

4.8.11

Radio 1 ist in Gefahr

Wie lange noch???

Auf Anraten einer Schlipsträgerbande erwägen die Eigentümer von Radio 1, kurz umrissen, dessen de facto - Abschaffung. Ich will hier nicht wiederholen, was hier

http://www.r1.co.nz/pressreleases.php

zu lesen ist, aber das wäre ne Riesen-Sauerei. Einer der wenigen (dank Internet auch in D) durchfallfrei hörbaren Sender - ersetzt durch Berieselungs-Schrottmüll und Bedudelungs-Müllschrott mit eingestreuter Werbescheiße und hektisch sabbelnden Retortenstimmen, deren Besitzer nichts können als blöde Beliebigkeit zu verspritzen??? Das geht doch nicht.

Deswegen an der Petition teilnehmen und schreiben dass R1 bleiben muss. Das ist besser als nichts.

http://www.petitiononline.co.nz/petition/save-radio-one-91fm-dunedin/1282




26.7.11

Winter!


Der antarktische Winter-Puster vom Wochenende mit seinen minus 2 Grad und 2,5 cm Schnee hat mal wieder gereicht, das Leben der 120T- Einwohner-Metropole Dunedin auf halbe Kraft zurückzufrieren. Die könnte ich jetzt alle auslachen, haha, wo ich herkomme gibts immer gleich 3cm auf einen Schlag, aber ich hab es kaum besser gemacht. Musste ja unbedingt mit Heckantrieb und Sommerreifen rumgurken und hing folglich rückzu am ersten ernsthaften Hügel fest. Zunächst runterzu ("keinen Meter fahre ich hier weiter ohne Splitt der hier Grit heißt") und nach Befreiung daraus dann hochzu am nächsten Anstieg. Emsige Männer der Firma Works Infrastructure haben es dann ermöglicht, dass doch nicht die ganze Nacht im Auto geschlafen werden musste. Bilanz: Vom Kilmog Hill bis Dunedin (20km) in 7h. Davon 3h Zwangspause in Waitati. Wo ich schon x-mal das Diamondback durchgetreten habe auf ner Runde um den Mt Cargill. Ein saumäßig albernes Gefühl, stundenlang stranded zu sein auf halbem Weg einer lockeren Fahrradrunde. Trost: Außer mir waren noch 220 andere Fachkräfte mit Grit zu versorgen.



2.4.11

Christchurch & Lyttelton

Der Mensch HAT KEINE MACHT. Und ist auch nicht die Krone von irgendwas.

Völlig intakte Gebäude direkt neben völlig vernichteten. Ein Blick nach unten zeigt die Urgewalt ebenfalls deutlich.


Große Gefahr ging und geht von massiven Fassaden aus, hinter denen nur Leichtbauhäuser stecken, die diese dann nicht am Wegklappen nach vorn hindern können.

Der Rest ist Geschichte.


1.4.11

Stewart Island

Dieser Blick wars bei mir: Er hat zur Entscheidung geführt, irgendwann mal die dritte Insel Neuseelands zu besuchen. Die kleinste im Bunde, aber auch die unwegsamste, waldreichste, südlichste. Aber mit Kneipe. Einem Bierstewartislandbesuch (wers braucht) steht also auch nichts im Wege. Dazwischen liegt die Foveaux Strait mit kaltem, ruppigem und schnellfließendem Wasser. Mal sehn wanns klappt.

Super-Abgrund

Hier ist das Gulliver Valley vom Gertrude Saddle aus gesehen. An der Talform sieht man dass es sich um Fiordland handeln muss, wo schon wieder gutes Wetter war. Die 7m Jahresregen machen immer dann Pause wenn ich da bin. Soll mir recht sein. Jedenfalls geht es hinter der Kante im Vordergrund mit unangenehmer Fast-Senkrechtigkeit über 1000m abwärts. Das Fjordschnipsel im Hintergrund ist Milford Sound, ca. 20km entfernt. Dazwischen kein Haus, kein Auto oder ähnlicher Müll. Folglich ist an jeglichem Gestank der hier eintritt man selbst schuld.

Swampy Ridge

Endlich mal wieder mit MTB ins Dunedin-Hinterland. Swampy war swampy wie schon der Name sagt. Aber mittlerweile gibt es eine neue Route zum Gipfel, bei der die unteren 200hm auf einem kilometerlangen ausgebauten Singletrack stattfinden (Snakes & Ladders heißt das Ding). Mehr ist in arbeit. Bald wird sich das richtig lohnen hier. Nur wenns pampig wird gilt obiges mit Einschränkungen. Aber keinen großen.


25.5.10

Crux

Der Kern der Sache. Das Wappentier der Länder hier. Kruzi ohne Türken. Links davon die Vorderhufe des Zentauren. Alpha und Beta um genau zu sein. Zeigersterne fürs Kreuz. Blick von der Veranda senkrecht nach oben.

Neben der Saison

1/3 Routeburn Track (Harris Saddle-Howden Hut über McKenzie Hut) und 1/1000 der Leute. Möglich ist das, weil die unsichtbare Saisongrenze schon hinter uns ist. Am Wetter ist nichts anders, an der Temperatur auch nicht -und trotzdem- Bumm: Auf einmal alle weg. Gespenstische Leere an sonst brummenden Orten. Am Sternenhimmel liegts sicher nicht, der ist noch viel besser als im Sommer.


5.5.10

Herbst?


Oben schon Winter, unten noch nicht ganz. Da kommt man hier an um die halbe Welt, und im Mai, und denkt man ist in Freiberg.

Rock & Pillars II

Übernachtung im höchstgelegenen Gebäude Dunedins (Big Hut) mit zugigem aber klarem Morgen, nicht so ein frecher Nebel wie beim letzten R&P-Eintrag. Frische Luft und ein Berg an Platz.

Alpenglühen zum Anfassen

(Siff, Gewölle, Filz und Agglomerat aufm Filter aber fürn Blog reichts): Standardweg übers Dach von Dunedin, mehrfach gebeikt in diesem Jahrzehnt, heute gewatschelt.



Blick vom Dachfirst (oder eher da wo die Schneegitter sind). Zu sehen ist wenig oder viel, je nach Ortskenntnis: Mt Cargills rechte Hälfte, Silver Peaks, Swampy Summit, Flagstaff, Saddle Hill und Maungatua (Horizont), Taieri Ridge und davor Strath Taieri Plain (Mitte und über 1km weiter unten), Dunedin-Dachziegel und Big Hut (Vordergrund).

Ganz oben: Blitzableiter von Dunedin, 1450m