29.10.09

Bike Sydney


40 km auf richtig vollen Straßen vom Stadtzentrum nach Bondi und weiter. Überraschend kooperative Autofahrer, erschreckend schlechte Straßenführung für nicht-PKW-Fahrer. Ergebnis unfreiwillige Stadtautobahnfahrt, zum Glück bei Tempolimit 80 und bergab.



Southern Alps


Der einfachste Weg der Alpenüberquerung, aber sicher nicht der mit der schlechtesten Aussicht.

16.10.09

Staubsturm, noch eins


So ist der rote Staub aus Australien auch in NZ gelandet, 1800km übers Wasser. Wer hätte das gedacht. Sichtbar z.B. hier im Bild, als dünner Schleier auf Schnee, der andernfalls unbedingt knallweiß wäre, selbst wenn sulzig - mangels Mief in der Gegend. Der ist überhaupt selten hier, und man vergisst fast dass es ihn gibt. Auch in der Presse gab es was dazu.

24.9.09

Echte Australier

Gestern morgen wars soweit: 5 Millionen Tonnen Staub aus dem verdorrten Kontinentinnern landeten windgetrieben an der Ostküste und in den dortigen Städten. Ich musste erstmal schlafen, daher beschränkte sich mein Eindruck des Ereignisses auf etwas bräunlichen Nebel im Garten und die rotbraune Staubschicht auf allem. Deswegen erst in die Stadt fahren wollte ich nicht. Fotos von der Sache von welchen, die vor Ort waren, sehen z.B. so aus.

Aus Sydney kamen Berichte von Einwohnern, die beim Anblick der Staubwolke das Ende (und nicht gute Landluft) nahen sahen. Wieder andere hat es beim Anblick der Staubschicht vor Ekel gewaltig geschüttelt ("deesgusting"). Und unsereiner kratzt sich am Kopf bei der Frage was den richtigen Australier von heute ausmacht. Scheinbar gehört Kontakt mit rotem Staub (aus dem hier fast alles unter der Vegetations- und Betonschicht besteht) nicht dazu. Verweichlichtes Stadtmenschgeflenne im Angesicht einer ländlichen Kuriosität vielleicht schon eher.

8.11.08

Gong


So nennen die Einheimischen das Kaff am Horizont. Für Sie aber immer noch Wollongong, bitte.

25.10.07

Queen Charlotte Track



Der Queen Charlotte Track, das sind 71 km und 1700 hm auf einem von Wasser flankierten Bergrücken in den Marlborough Sounds, am Nordende der Südinsel. Der einzige "Great Walk" in NZ, den man sich auch legal an einem Tag per Fahrrad geben kann, statt mit halbwöchigem Gewatschel und einem Zentner Gelumpe aufm Rücken.

Normalerweise ist die Benutzung von Fahrrädern auf Wanderwegen in NZ ein ähnlich schweres Delikt wie organisierter Menschenhandel mit Fahrzeugen ohne TüV (in NZ "Warrant of Fitness" genannt), insofern musste die Gelegenheit genutzt werden. Da es sich auch hier um einen Wanderweg handelt sind zwar die Anstiege steil, und auf der wurzeligen und steinigen Oberfläche rüttelts streckenweise derart dass einem das schon bedenklich rasselnde Gebiss rauszufliegen droht, aber man wird regelmäßig durch gute Aussicht entschädigt, sowie erstklassige, schnelle Singletrack-Abschnitte, auf denen der mit Lehm-Projektilen gewürzte Fahrtwind die lockere Kauleiste dann wieder hinterschiebt.

Und wenn man den Track dann auch noch entgegen der Hauptrichtung befährt, von Anakiwa nach Ship Cove, beendet man den Tag nicht in Sichtweite des hässlichen Fährhafens von Picton, sondern in einer abgelegenen Bucht, die alternativ nur per Boot erreichbar ist. Und man muss nicht dauernd von hinten krakeelen, um vorbeigelassen zu werden. Ich war allerdings faul und bin nur die ersten 68km bis Resolution Bay gefahren, da dort die Unterkunft (mit Courtesy Kayak) organisiert war. Die 3km bis zum Endpunkt mussten bis zum nächsten Tag warten. Die Rücktour von dort mibm Schnellboot hat dann nochmal fast 3 Stunden gedauert.


18.9.07

Gillespies Beach

Weststrand der Südinsel kurz nach Sonnenuntergang. In beiden Richtungen Kilometer und Kilometer leerer Strand, ab und zu unterbrochen durch eine Flussmündung. Pazifikwellen schleichen sich ungebrochen bis ans Ufer, wo sie dann mit kurzem aber nachdrücklichem Brausen umklappen.

27.8.07

Mt Sebastopol

Ein gemütlicher Aufstieg von 700m vom Mount Cook Village mit etwas weniger gemütlichem Felsgekraxel kurz unterm Gipfel wird mit guter Aussicht entschädigt.

13.8.07

Ata Whenua


"Schattenreich", frei aus dem Maori. Im Winter treffend wie nichts anderes. Wo die Finsternis wohnt und zornige Himmel den Tag zur Nacht machen. Wo Schnee und Wind und Licht und Wasser untrennbar sind. Wo Lawinen durch den Regenwald rauschen und die meisten Touristen nicht vorhanden sind weil man ihnen den Sommer empfohlen hat. Wo Berggeister noch am plausibelsten sind. Dort werdet Ihr ihn finden den Anti-Postkarten-Blick.

1.6.07

Fiordland


Irgendwann im Mai. Ein verlassener Parkplatz an der Milford Road. Die Keas sind weg, keine Touris mehr da. Die Krummschnäbel haben Pause. Die Scheibengummis bleiben heute abend ganz. Der Cleddau donnert durch das Chasm, gar nicht weit von hier. Die Sonne ist schon seit einer Weile weg. Lunar Distance tippt Bocklaff an. Ein Foto muss her, von dem Geleuchte da oben. Bocklaff pariert.

25.3.07

Aurora-Saison!

Um die Tag- und Nachtgleiche herum herrschen besonders gute Bedingungen, bei entsprechendem Sonnenwind Polarlichter zu sehen. Und wenn man dabei noch über den Wolken oder überm Nebel steht, wie hier am Sandymount auf der Otago Peninsula, am 200m hohen Steilufer, bekommt das ganze einen höchst phantastischen Beigeschmack. Dass bei der Aktion der Skyline mit bloßen Händen aus einer Sandverwehung befreit werden musste, ließ sich denn auch verschmerzen. 30mm, iso 800, 20s bei f/1,4

31.1.07

C/2006 P1 McNaught


13 Sek, iso 800, 30mm bei f/2
Nach spektakulärer Darbietung in Sonnennähe im Januar verzieht sich Komet McNaught nun wieder. Sieht, obgleich zusehends schwächer werdend, immer noch ganz gut aus, obwohl der Schweif nur noch 15 Millionen km lang ist.

18.12.06

Oh Du....


.... sommerliche
Höchst absonderliche
Südhemisphärische Weihnachtszeit

Sommersonnenwende
Gut besuchte Strände
Neue
Merkwürdige Weihnachtszeit

Oh Du hochdruckreiche
Uns'rem Juni gleiche
Südhemisphärische Weihnachtszeit
Nachtanbruch halb elf
Waldbrandstufe zwölf
Nur mit Mühe
Nachvollziehbare Festlichkeit

Oh Du deplazierte
Oh Du deformierte
Südhemisphärische Weihnachtszeit

Christ ist erschienen
Zwischen den Dünen
Badengehn ist
Wichtiger als Christenheit!

27.11.06

The Berg

Irgendwann im Sommer 2001 brach ein riesiger Eisberg vom Ronne-Eisschelf in der Antarktis ab. Jetzt treiben die Bruchstücke an der NZ-Ostküste Richtung Nordosten. Diese Stücke haben immer noch Dimensionen eines Sächsische-Schweiz-Berges, wobei natürlich das meiste unter Wasser ist. Trotzdem ragen diese Teile noch so weit ausm Wasser (ca. 100m), dass sie trotz der ca. 80km Entfernung vom Land vom Hausberg (676m üNN) aus - gerade so - zu sehen sind. HIER werden die Positionen angezeigt.

Noch besser anglotzen geht per Hubschrauber, und genau das wurde am Sonnahmd gemacht. Ein bläulich-weißes Ungeheuer, welches im 1500m tiefen Wasser ungebremste Hochsee-Wellen bricht, deren Gischt über 30m nach oben knallt. So hoch ist das flache vorgelagerte Schelf. Der hintere Teil (hier daneben zu sehen) ist 100m hoch. Im Grundriss war das ganze ungefähr 150 x 200m. Der vorgelagerte Stumpen hat die Dimensionen eines 8-Geschossers.
Vor kurzem ist dieser Eisberg gekippt, zu erkennen am rundgelutschten Teil, der kürzlich noch unter Wasser war. Weil das Eis unter Wasser schneller schmilzt, verlagert sich der Schwerpunkt ständig, und der Berg rotiert desöfteren ohne Federlesen um irgendeine Achse. Daher wollte der Pilot absolut nicht landen, die Lusche. Wenn ich schon nicht in die Antarktis fahre, kommt die Antarktis halt zu mir. Pinguine, Robben, Wale und dergleichen gibt es ja hier sowieso. Alles da also.
Das Blau war unglaublich. Die Fotos sind ohne Filter gemacht, und die Farben wurden nicht nachbearbeitet. Eine viehische Aktion, zweifelsohne. Auch Gevatter SPIEGEL hatte dazu was zu sagen.
Das englische Wort "Berg" ist die Kurzform von "Iceberg" und hat mit Erd- oder Steinhaufen nichts zu tun. Gerecht wird es diesen antarktischen Giganten aber nicht.

18.11.06

Merkurtransit

Am 9.November zog von 8.12 bis 13.18 NZDT der Merkur vor der Sonne vorbei. Wie schon im Mai 2003 ergab sich auch diesmal eine Beobachtungs- möglichkeit. Das Foto enstand durch das Okular eines Refraktors im Beverly Begg Observatory in Dunedin. Der Sonnenfleck unten links hat mit dem Merkurtransit nichts zu tun. Mit Fernglas war Merkur gerade so zu sehen. Fazit: Merkur ist trotz der 4880km Durchmesser zu klein, um nur mit SoFi-Brille vor der Sonne gesehen zu werden.

7.11.06

Melbourne Cup

Gestern, wie jedes Jahr um die Zeit, standen Australien und Neuseeland still, von 15.00 - 15.04 AEDT. Grund war der Melbourne Cup, das größte Pferderenn-Spektakel der Südhemisphäre. Meine 2 Dollar waren auf die Nummer 13 (Zipper) gesetzt, aber das Mistvieh hat versagt. Jetzt hat jemand anderes meine 2 Dollar.